Business Intelligence in der Cloud: Mit dem Kopf in den Wolken?

Der Einsatz von Cloud basierten Systemen steigt branchenübergreifend stetig an – allen voran in den Bereichen Kommunikation und Kollaboration. Business Intelligence liegt in Deutschland hingegen weit hinter vielen anderen Cloud-Systemen. Woran liegt das? Wir haben uns umgehört und die gängigsten Missverständnisse aus dem Weg geräumt.

Ortsunabhängigkeit, Skalierbarkeit, Entlastung der IT-Ressourcen, geringere Verwaltung und höhere Sicherheit: Immer mehr Systeme wandern nachvollziehbarer Weise in die Cloud. Doch gerade beim Datenverarbeitungs-Giganten Business Intelligence zögern viele deutsche Unternehmen, die zahlreichen Vorteile von Cloud-Lösungen in Anspruch zu nehmen, wie eine Bitkom-Studie aus dem letzten Jahr zeigt.

International betrachtet sieht dieser Trend jedoch ganz anders aus: Hier sagen mehr als 90 % aller Sales- und Marketing-Teams und 75 % aller Entscheider, dass Cloud-BI wichtig oder gar elementar für ihre alltägliche Arbeit ist (Forbes). Denn Cloud und BI sind eine ideale Kombination: Cloud-Systeme bieten die notwendigen agilen Funktionen, um die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt an die richtigen Entscheider zu bringen. Sie sind geräte- und standortunabhängig und unterstützen somit den wachsenden Bedarf an Out-of-Office-Lösungen und sowie die Arbeit von standortübergreifenden Teams. Nicht zuletzt spricht auch die einfache Skalierbarkeit für Cloud-Lösungen, da problemlos weitere Nutzer hinzugefügt oder ungenutzte Ressourcen abgewählt werden können.

Was hält viele deutsche Unternehmen dennoch davon ab, von diesen Vorteilen zu profitieren? Wir haben uns umgehört.

„Woher weiß ich, dass unsere Daten in der Cloud sicher und geschützt sind?“

Die Angst, Daten aus der Hand zu geben, ist bei deutschen Unternehmen noch immer groß. Sind fremde Server auch wirklich sicher und vor Angriffen geschützt? Könnten Daten dort einfach „verloren“ gehen? Unser Rat: Wenn Sie hier von Anfang an die Spreu vom Weizen trennen, sind Ihre Daten in der Cloud meist sogar viel besser geschützt, als sie es in Ihrem eigenen Server-Raum sein könnten. Große Cloud-Anbieter haben die notwendigen Ressourcen, um ihre Rechenzentren hochsicher zu machen. Dem Kunden sollten die angewendeten Sicherheitsmaßnahmen transparent offengelegt werden. Sicherheitszertifizierungen wie beispielsweise ISO 27001 und ISO 27018 und moderne Verschlüsselungssysteme sind dabei ein Muss.

Nicht erst seit den neuen Datenschutzgesetzen sind Serverzentren in Deutschland oder zumindest im EU-Raum beliebt. Sie bieten nicht nur Schutz vor Wirtschaftsspionage, sondern verhindern auch, dass gegebenenfalls fremde Regierungen Zugriff auf Ihre Daten haben.

„Seit der DSGVO sind wir uns unsicher, ob wir BI-Daten überhaupt in der Cloud speichern dürfen.“

Die Einführung der DSGVO hat nachvollziehbarer Weise in vielen Unternehmen zu Unsicherheiten in Bezug auf die Datenspeicherung geführt. Bis heute besteht noch immer Unklarheit über die tatsächliche rechtliche Auslegung der Regelungen. Hier kommt aber der große Vorteil von BI-Systemen zum Tragen, da Business Intelligence meist problemlos mit anonymisierten und aggregierten Daten arbeiten kann – personenbezogene kritische Daten sind für die allermeisten Auswertungen nicht notwendig. Wenn Sie zusätzlich auf Anbieter aus der EU setzen, die DSGVO-konform arbeiten, sind Sie auf der sicheren Seite.

„Wir haben Angst vor der umständlichen Integration und Systemausfällen.“

Wir machen Ihnen nichts vor: Die Implementierung eines BI-Systems ist immer aufwendig, egal ob als On-Premise-Lösung oder aus der Cloud. Da bei Cloud-Anwendungen aber keine Server eingerichtet und keine Software installiert werden müssen, ist diese Lösung oft sogar ein wenig zeiteffizienter. Nicht zuletzt sparen Sie auch zukünftig Zeit und Geld: Sie sind stets auf dem neuesten Versions-Stand, ohne dass Ihre hauseigene IT involviert werden muss.

„Mein Chef/meine Mitarbeiter trauen neuen Technologien nicht.“

Widerstand gegen Neuerungen sind in den meisten Unternehmen keine Seltenheit. Der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier und die Anpassung an ein neues System ist für den ein oder anderen sehr energieraubend. Ein guter Verkaufspunkt sind in solchen Fällen besonders moderne, intuitive, bedienungsfreundliche SaaS-Systeme mit individualisierbaren Dashboards, starken Visualisierungsoptionen, Ad-hoc-Abfragen und Self-Service-Funktionen. Diese benötigen kaum Einarbeitungszeit und die Nutzerzufriedenheit und Systemannahme schnellen zeitnah in die Höhe. Und ein kleiner Tipp: Bestimmt haben Sie an der einen oder anderen Stelle bereits ein Cloud-basiertes System im Einsatz. Weisen Sie Ihre Kollegen doch einfach einmal darauf hin und zeigen Sie Ihnen die zahlreichen Vorteile.

Denken Sie nun auch über eine Cloud-Lösung nach? Dann lassen Sie sich gern von uns beraten.

By | 2018-11-07T16:37:26+00:00 7. November 2018|Categories: BI Know-how|