Performant und zukunftsfähig: SQL-Server-Update

Da Microsoft bereits vor ein paar Jahren den Support für den SQL-Server 2005 beendet hat, ist es für Unternehmen sehr wichtig, diese Version abzulösen und auf die aktuelle 2017er Version zu migrieren, um das System zukunftsfähig zu machen und von der Unterstützung aller aktuellen Features zu profitieren.

Der SQL-Server bildet das Bindeglied zwischen dem ERP-System und dem TM1-Server und transformiert und migriert die Daten zu TM1. Die Hauptziele sind es, mit der neuen Server-Version den gewohnten Funktionsumfang zu erhalten und den Migrationsaufwand möglichst zu minimieren. In erster Linie sollte der Servername und die IP-Adresse des alten Servers beibehalten werden, statt die Verbindungsparameter des TM1-Servers entsprechend der neuen IP-Adresse und dem neuen Servernamen zu ändern. So können die notwendigen Anpassungen während der Migration reduziert werden.

Im Zuge des Server-Update sollte auch der Datenbestand bereinigt werden, damit das neue System performanter ist und der Nutzer nicht mit unnötigen Daten überfrachtet wird. Im nächsten Schritt sollten daher die bereinigten Daten übermittlet werden und die SQL-Datenbanken, Sichten und Aufträge eingerichtet werden. Danach ist es wichtig, die SSIS-Projektmappe mithilfe von Microsoft Visual Studio 2017 in die neue SQL-Version zu migrieren, die SSIS-Pakete zu testen und etwaige Bugs zu beheben. Die größte Herausforderung besteht darin, die SSIS-Pakete so anzupassen, dass die Daten wie gewohnt in TM1 geladen werden. Dabei gibt es einige Stolpersteine, die wir in bisherigen Projekten folgendermaßen überwunden haben:

  1. Datenquellverbindungen in SSIS 2017

In den bisherigen SSIS-Paketen wurden die Datenverbindungen zum SQL-Server als „.ds“-Dateien gespeichert. Visual Studio (VS) hat diese Dateien nach der Migration nicht erkannt bzw. sie gar nicht migriert. Indem wir ein neues SSIS-Projekt in VS erstellt und die Pakete einzeln in das Projekt importiert haben, ließ sich das Problem lösen und die Datenquellen wurden migriert.

  1. Passwortgeschützte SSIS-Pakete

Die hinterlegten Passwörter der SSIS-Pakete werden von SQL beim Ausführen der Pakete im Auftragsmanager nicht erkannt und deswegen konnten die übergeordneten Pakete nicht erfolgreich ausgeführt werden. Für alle Paketaufrufe mussten die Passwörter daher in SSIS neu gesetzt werden und die Pakete neu gespeichert und in SQL hochgeladen werden.

  1. Synchronisation der Datenverbindung

Nach dem Import der SSIS-Pakete waren viele Datenfluss-Tasks nicht mit den verwendeten SQL-Tabellen synchronisiert. Deswegen haben wir jedes Paket daraufhin geprüft und die Tabellen mit dem Datenfluss neu aufgerufen. Anschließend waren die Zielfelder synchron mit der Datenquelle.

  1. Unterschiedliche Zeitformate in SQL und SSIS

Die Prozeduren im SQL-Server erwarteten ein anderes Datetime-Format („DD-MM-JJJJ“) als das von den SSIS-Paketen verwendete („JJJJ-MM-DD“). Dadurch konnte der übergebene Zeitstempel in SQL nicht umgewandelt werden. Wir haben das Problem behoben, indem der Zeitstempel nun mit der Funktion „Today()“ in der gespeicherten Prozedur erzeugt und nicht mehr in SSIS generiert und dann übergeben wird.

  1. Aufruf der TM1-Prozesse über „RUNTI.exe“

In einigen SSIS-Projekten wurden die TM1-Prozesse mittels der Anwendung „CallTM1Proc.exe“ aufgerufen, um die Daten über ODBC-Verbindungen zu importieren. Diese Anwendung funktionierte in den neuen SSIS-Projekten nicht mehr, weil die verwendete API nicht eingerichtet war. Eine Umstellung auf die von IBM entwickelte Anwendung „RUNTI.exe“ hat das Problem gelöst.

 

Die kleinen Herausforderungen und Stolpersteine einer Server-Umstellung wirken auf den ersten Blick zwar überschaubar, können in ihrer Summe aber schnell sehr zeitraubend werden. Deswegen lohnt es sich für solche Projekte immer, auf erfahrene Profis zurückzugreifen, die Ihnen kompetente Lösungen liefern können. So können auch Sie von einem zukunftsfähigen und hoch performanten System profitieren.

In diesem Zusammenhang können wir auch den folgenden Link empfehlen, in dem erläutert wird, wie sich Microsoft mit dem SQL Server auf die DSGVO einrichtet:

https://www.pressebox.de/pressemitteilung/noventum-consulting-gmbh/Wie-Microsoft-mit-dem-SQL-Server-Business-Intelligence-auf-die-DSGVO-einstimmt/boxid/910953

By | 2018-07-20T10:32:52+00:00 19. Juli 2018|Categories: BI Success|